Altes Metall Spinnrad zu versteigern

Liebe WollverarbeiterInnen,

vor ein paar Wochen habe ich angekündigt ein Metall Spinnrad zu Gunsten von „Uppspuni“ der Wollspinnerei in Island zu versteigern.

Das Spinnrad wird bei eBay versteigert und der gesamte Betrag wird in Huldas Crowdfunding

https://www.indiegogo.com/projects/uppspuni#/

fließen.

Die Versteigerung startet sofort und endet am Montag dem 20.02. 2017 um 17:36 Uhr

Bitte diesen Post gerne teilen, auch außerhalb von FB.

Vielen Dank!

http://www.ebay.de/itm/-/112299208080?

 

dsc05463Der Spinnkopf, im Englischen sehr treffend „mother of all“ genannt, des kleinen Metallspinnrades.
dsc05467Das Spinnrad von Hinten. Gut zu sehen die dünne Kupferröhre, die wir über den Schweißdraht gezogen und festgelötet haben.

Es handelt sich um ein sogenanntes „Reform-Spinnrad“. Solche Modelle wurden wahrscheinlich in den 1920-1938 Jahren hergestellt. Damals war das Aluminium ein beliebter Werkstoff. Vielleicht stammt es auch aus den Nachkriegsjahren.

Die Zeit ist ja noch nicht solange her und trotzdem weiß heute niemand mehr etwas über diese Spinnräder.

Der Hersteller ist leider unbekannt. Es ist mit Sicherheit kein Behelfsspinnrad, was aus Schrott während oder nach dem 2. WK hergestellt wurde, dazu sind sie viel zu durchdacht und von einem typisch- eleganten, zweckmäßigem Design.

Diese alten Metall Spinnräder werden von Zeit zu Zeit im Internet angeboten.

Das Spinnrad wurde von meinem Mann und mir liebevoll mit Sachkenntnis instand gesetzt. Nun kann damit wieder einwandfrei gesponnen werden.

Der Antrieb ist zweifädig und lässt sich über die Stellschraube unter dem Spinnkopf aufs Feinste regulieren.

Die Spule ist mit 6,4 cm Innendurchmesser ziemlich klein. Es gibt nur diese eine Spule. Das Einzugsloch ist 4 mm weit. Möglicherweise ist darauf Seide gesponnen worden.

Durch sein massives Alu Rad läuft es sehr ruhig.

Der Knecht musste komplett ersetzt werden. Wir entschieden uns für einen Schweißdraht und ein dünnes Kupfer Rohr. Knecht und Tritt sind durch ein Stück Leder verbunden.

Der ganze Spinnkopf kann in seine Einzelteile zerlegt werden. Am Flügel sind auf jeder Seite verschiebbare Haken aus sehr hartem Federstahl.

Das Spinnrad hat von uns einen neuen Tritt bekommen, weil der Alte kein exaktes Spinnen möglich machte. Nun findet ihr einen echten Wiegetritt mit allen Vorzügen.

Die Holzteile sind aus Buchen und Fichtenholz gemacht.

Auch der Antriebsfaden wurde erneuert. Der einzige, kleine Mangel findet sich hier, weil man beim Spinnen einen kleinen Ruck merkt, wenn die Verbindung der Schurenden über die Spulenwirtelscheibe läuft.

Inzwischen habe ich den Faden gegen einen feineren und gleichmäßigeren ausgewechselt. Nun spinnt es ruhiger.

Dem Spinnrad haben wir noch einen winzigen Einzugshaken und einen Fadenparkplatz verpasst.

Der Parkplatz ist eine Lederscheibe die mit einer alten 50 Pfennig Alu Münze aus den 1920ziger Jahren stilecht befestigt ist.

„Sich Regen bringt Segen“ ist auf der Münze zu lesen. Die Münze habe ich von meiner Omi.

Während der Restaurierung hat mein Mann sich in dieses Spinnrädchen verliebt und er gibt es nur sehr ungerne weg. Aber bei mehr als 15 Spinnrädern ließ er sich doch erweichen.

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